Ich habe manchmal den Eindruck, dass die „Reichweitenangst“ später in eine „Ladeplanungsstress“ umschlägt.
Ich bin an Anfang auch sehr auf den ABRP mit ODB abgefahren…um nach ein paar Monaten festzustellen, dass ich das gar nicht so dringend brauche. Eigentlich fahre ich jetzt wieder so wie früher mit dem Benziner: Vor einer längeren Fahrt volladen, immer ein bisschen Auge auf dem Ladestand und wenn der zur Neige geht (oder man sowieso bald Pause machen möchte), langsam nach der nächsten Ladesäule umsehen.
Im Gegensatz zum Verbrenner haben wir aber den Luxus, dass man direkt an Autobahnen zu sehr normalen Preisen laden kann. Ich hatte jedenfalls früher deutlich mehr Stress, bezahlbares Benzin zu finden als heute bezahlbarem Strom.
Da klinge ich mich gerne mal ein.
So ging es mir vor 10 Jahren mit meinem CX-5, davor hatte ich 10 Jahre einen Audi A6 Avant. Die ersten 1-2 Jahre habe ich ständig irgendwelche Zähler zurückgesetzt um zu sehen wer denn nun weiter kommt und was ich so verbrauche. Hab mir dann extra über einen Mod "Spped-O-Meter" direkt installiert, welches am Infotainment System lief. So, 8 Jahre später. Keine Ahnung und mir völlig egal was das Ding braucht, Speed-O-Meter hab ich seit 2-3 Jahren nicht mehr verwendet und warum. Weil es einfach Scheißegal ist, wenn leer dann leer und man muss "tanken", egal ob Strom oder Benzin/Diesel. Was willste auch machen, nicht mehr weiterfahren...?
Autos sind zum fahren da und nicht dazu, um eine Wissenschaft um deren Verbrauch zu machen. Reinsetzen, fahren, Freude haben. Punkt.
Klar kann man bei BEV noch ein wenig auf den Akku achten, aber da weiß man ja auch so das die Hersteller genug Reserven eingebaut haben.