Beiträge von Simon2

    So,


    letzte Woche die ersten Erfahrungen mit längerem Fahren gemacht (820 km in Summe) und nehme Folgendes mit

    • Im Auto kann ich richtig gut sitzen. Ein paar Stunden am Stück habe ich überhaupt nicht gemerkt.
    • Insgesamt "gleitet" das Auto sehr schön durch den Verkehr.
    • Obwohl der bz4x kein "Elektro-Power-Wunder" ist, reicht das locker für meinen Bedarf; auch vMax von 160 km/h schränkt mich nicht ein.
    • Die Assistenten sind viiiiiel besser geworden seit meinem Corolla2019. Die Spurerkennung z.B. ist nun auch in Baustellen zuverlässig. Auch vor roten Ampeln stehende Autos werden immer erkannt (Radfahrer nicht immer).
    • Der Assistent, der vor/in Kurven das Tempo runterregelt, ist sehr hilfreich.
    • Richtig cool: Der adaptive Tempomat im Stau/Stopp&Go! Hat der beim Corolla schon entstresst, ist der jetzt nochmal besser, weil er das Wiederanfahren extrem zuververlässig macht ... entweder (nach kurzem Stillstand) direkt oder per "Blick" (wenn man länger stand, muss man nach Vorne schauen und er fährt los).
    • Das Auto ist groß.... aber 360-Kamera + Abstandswarner + passende Warnungen machen Rangierer & Parken trotzdem einfach.
    • Das Laden an öffentlichen Säulen erfordert ein wenig Eingewöhnung, ist dann aber gut zu handlen; in Summe natürlich anders (und auch etwas aufwendiger) als Tanken, aber nicht so wild, wie bisweilen gemacht/befürchtet.
    • Zwei Ladekarten mit ausreichendem Netz reichen. Bei mir EWE Go (= bei jedem McDonalds) & EnBW (= häufig an Autobahnen)
    • Der Zeitfaktor ist beim Laden überhaupt kein Thema (für uns); bei jedem Ladestopp war der "menschliche Faktor" (WC, Handy, Essen, Einkaufen, ...) größer (= ich habe immer mehr geladen als geplant).
    • Ladesäulen haben bisweilen "Mucken" - es lohnt sich, physische Karte UND App zu haben. Auch hier: Gewöhnung hilft ungemein.
    • Gerne bis 10-15% "runter fahren" und nur bis 70% "hoch laden"; die Ladeleistung ist so viel höher, dass das deutlich schneller geht. (80-100% würde ich nur zuhause laden - dauert gern mal eine Stunde)
    • Der Verbrauch war nun nicht so grandios niedrig wie bisweilen berichtet (~20 kWh/100km)...
    • .. aber es war viel Autobahn dabei (ich bin meist 125 km/h gefahren), viel Steigung/Gefälle (war im Harz) und hatte schon Winterreifen drauf.
    • Und es war insgesamt noch ein wenig günstiger als es mit dem Corolla gewesen wäre (~80 € ggü ~90 Euro).

    War ein spannendes aber auch sehr befriedigendes Erlebnis.


    Nachtrag: Ich hatte mir einen Monat EnBw-M-Tarif gegönnt (5,99€) ... hat sich aber nicht direkt gelohnt, weil ich doch nur 26 kWh bei EnBw geladen habe (habe durch den M-Tarif nur 2,60€ gespart).
    Aber dafür habe ich eine physische Karte dazu bekommen (die sonst 9,99€ gekostet hätte).

    Mein FTH meinte, mit schwarzem Isolierband vor der "Lenkradkamera" wäre Schluss damit.

    Ich habe es aber nicht ausprobiert. Finde das Feature eigentlich nicht schlecht (für mich).


    Apropos: Kann es sein, dass die "Wiederanfahrautomatik" auch darüber gesteuert wird?

    Heute stand ich viel im Stau mit adaptivem Tempomaten und konnte dabei beobachten, wie

    1. nach dem (automatischen) Stillstand,

    2. wenn der ein wenig gedauert hat

    3. und dann der Vordermann losfährt

    4. mit kurzem Piep eine Meldung im Display erscheint "Zum Weiterfahren (oder "Wiederanfahren" ?) nach vorne blicken."

    5. Und dann passiert auch genau das, ohne, dass ich das Gaspedal betätigen muss.


    Bei meinem Corolla 2019 ging's nur mit kurzem Antippen des Gaspedals - heute musste ich nur den Kopf nach vorne drehen.

    Fand ich schon sexy.


    Insgesamt sind die Assistenten echt um Läääängen besser als beim Corolla (allein schon die Spurerkennung auch in Baustellen).

    V2H ist halt ein nette Sache, wenn bspw. durch größere Bauarbeiten / einen überforderten Ortstraffo oä alle paar Wochen/Monate der Strom ausfällt. Hier kann bei relativ geringen Kosten das Auto übernehmen....

    Ja, oder wenn Aliens einem den PV-Batteriespeicher aus dem Keller geklaut haben und der Yeti den Hausanschluss durchgekaut hat. :D

    Die Chance, dass das passiert UND gleichzeitig die eigene Hauselektrik auf V2H ausgelegt ist (UND die dann auch erstmalig funktioniert), dürfte einen extrem schmalen Businesscase für das Ganze abgeben.

    Da geht es nicht um 1-2 Watt, das ist die Leistungselektronik, die die Motoren ansteuert. Die Verluste da sind definitiv mehr als 1-2 Watt.

    Ich sprach von Einsparungen durch den Einsatz neuer Chips. 1-2 W ist hyperbolisch formuliert, aber auch 10-20W (weniger als mit dem alten Chipsatz) dürften bei einem Gefährt, das in Größenordnungen von 15.000W saugt (Annahme 15kWh/100km bei 100km/h), vernachlässigbar sein.


    Aber wie schon zigmal gesagt: Abwarten.

    Genial ist das für Wohnmobile.

    Du meinst vermutlich "vehicle to load" = Anschließen von Haushaltsgeräten ans Auto.

    DAS kann ich auch nachvollziehen.


    Aber "vehicle to home" ( = Strom aus dem Auto ins Haus laden; in den Akku der PV-Anlage, zur Nutzung der Geräte, zum Einspeisen ins Netz,. ...) ist das, was mich persönlich nicht (mehr) überzeugt.

    Bidirektionales Laden: Mal ehrlich ... 10KW Standard Stromspeicher kosten kaum 1500, warum soll ich mit bidirektionalem Laden den Akku des eAuto schädigen. Reichweitenangst, Immer sofort ab in Urlaub Anspruch und gleichzeitig den Akku entladen fürs Netz. Alles, jetzt, immer ... und das alles im Widerstreit miteinander ... nervt.

    Ich hatte das auch lange für eine gute Idee gehalten ... allerdings sehe ich das inzwischen genauso.

    Vielleicht was für Haushalte mit 2 Autos oder so.

    sparsamere chiptechnologie im einsatz

    Meinst du Chips, die selbst weniger Strom verbrauchen? Da stelle ich mir in diesem Umfeld nur marginale Einsparmöglichkeiten vor. Gegen die zig kW der Motoren, dürften 1-2W nicht ins Gewicht fallen. Und in den Autos werkeln ja auch keine Hochleistungsgrafikkarten…


    Da würde ich bei einer intelligenteren Ansteuerung der Vortriebskomponenten deutlich mehr Potential sehen.

    Naja Toyotas Handbücher sind so eine Sache für sich.

    Ich erinnere hier gerne noch einmal an den Eintrag im Handbuch vom noch aktuellen BZ4X, das man den Kofferraum über eine Fußgeste öffnen kann.

    Das ist sogar mit einem Bild hinterlegt.

    Diese Funktion wurde aber bei keinem BZ4X zumindest in Deutschland eingebaut, egal welche Ausstattung man hat.

    Eben. Toyota beschreibt nur, wie eine Funktion arbeitet/bedient wird …. Aber nicht, ob das Auto sie hat.

    Das Zauberwort heißt dann „falls vorhanden“