BZ4X Touring Kaufberatung - erwarteter Wiederverkauf

  • Hallo!


    Ich bin relativ neu im Forum, da ich aktuell nach einem passenden Elektroauto umschaue, da wir eine PV Anlage haben und er PHEV den ich aktuell habe, demnächst zum tauschen wird.


    Ich versuche immer vor einem Kauf das/die Fahrzeuge zu kalkulieren, damit man in etwa einschätzen kann, wie hoch die Kosten monatlich sind, und manchmal war es da auch so, dass ein teureres Fahrzeug aufgrund des höheren Wiederverkaufswertes monatlich günstiger war, als ein billigerer Wagen.


    Bei meinem aktuellen BMW brauche ich mir da nicht allzuviel Sorgen machen, da die Marke immer stark nachgefragt ist, allerdings finde ich im BMW Modellprogramm aktuell nichts passendes das ich haben möchte. Einen iX1 fährt meine Frau, der ist mir zu klein, alles was größer und elektrisch ist bei BMW passt mir aufgrund fehlender Haltegriffe und anderer Aspekte nicht.


    So bin ich auch aufgrund des Umstandes, dass ich über mein Unternehmen bei Toyota gute Konditionen bekomme, auf die Marke gekommen und der BZ4X steht neben dem Ford Capri, Skoda Enyaq und 2 anderen Modellen in der engeren Wahl.

    Probefahrt hatte ich schon, da war ich schon recht angetan, der Schub ist unglaublich und die zahlreichen Tasten erleichtern das Leben auch.

    Optisch muss ich sagen, bin ich noch hin- und hergerissen ob ich den Wagen in der Garage stehen haben möchte, wobei vor allem das Heck nicht die Schokoseite des Toyota ist.


    Nun stellt sich auch die Frage betreffend der Gesamtkosten und dem zu erwartenden Wiederverkauf, wie ist es euch damit ergangen, konnte der Wagen einfach wieder verkauft werden und wie waren die Preise? Fair, Gut, Schlecht, Unterirdisch.

    Das ist glaube ich bei einem E-Auto der Knackpunkt und bei mir auch der Grund, warum ich für ein E-Auto nicht 70.000+ ausgeben möchte.


    Ich wäre dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen könntet.


    LG Tom

  • Die meisten von uns sind ja noch aktive Nutzer und haben deshalb wahrscheinlich noch keine Verkaufserfahrung mit dem Bz. Aber vielleicht schaut hier auch noch ein Ehemaliger rein?


    Ich habe meinen auch gekauft, das macht allerdings nur Sinn, wenn man ihn lange fahren möchte. Wenn du eher bald wieder ein neues Auto möchtest, würde ich dir empfehlen, ernsthaft über Leasing nachzudenken. Der Wertverlust ist halt bei allen E-Autos immer noch hoch, weil die Technik so schnell voranschreitet. Aktuell sind die Feststoffbatterien kurz vor der Marktreife und damit werden Reichweiten von bis zu 1000Km in einigen Jahren ziemlich normal werden. Da wird sich ein „altes“ E-Auto nur mit deutlichem Wertverlust verkaufen lassen.

  • Gerade bei der doch noch relativ "neuen" E-Technologie, bzw. dem eher neuen Gebrauchtwagen Markt, der daraus jetzt erst so richtig entsteht, ist das verdammt schwierig zu sagen.

    Da kommen in 3, 6, 8, 10 Jahren ja viel mehr Parameter dazu, als bisher bei den Verbrennern.


    Ist z.B. eine 70 kW/h Batterie in dem geplanten Verkaufszeitraum noch aktuell?

    Ist die Ladeleistung bis dahin noch aktuell? Wobei ich mir hier nicht vorstellen kann, das die Betreiber der Ladestationen von heute auf Morgen die alte Technik gegen Neue ersetzen, das kostet ja auch ein Vermögen.

    Die 22 KW Ladeleistung für zu Hause, wird wohl auch in den nächsten x Jahren reichen.


    Außerdem spiet es natürlich bei einem E-Auto eine verdammt große Rolle, wie man seinen Akku behandelt.

    Lädt man nur zu Hause, ganz gemütlich und kann nach 10 Jahren mit einem SoH von über 95% glänzen.

    Oder lädt man viel an Schnellladern und hat nur noch 70-80% SoH.


    Der gesamte E-Auto Markt ist hierzu aktuell noch zu undurchsichtig.


    Hab damals bei der Suche Autos gesehen, die hatten unter 10.000km und einen SoH von um die 85%. Sowas würde ich z.B. nie kaufen.


    Meine persönliche Meinung ist die, am Ende kommt es darauf an, was der SoH des Akkus ist. Marke, Farbe, Form, Kilometer, Scheißegal. Das Herzstück muss in Form sein. Und das ist nun mal der Akku, sonst nichts.

    Die SoH Filterfunktion bei z.B. mobile.de spricht Bände ;)

    2026er BZ4X Lounge FL AWD - Black

    Felgen: 18 Zoll Rial Lucca Diamond-Black Frontpolished

    Reifen: Hankook ION FlexClimate SUV

    Wallbox: Fronius Wattpilot Go 22 J 2.0

    PV Leistung: 29,9 kWp

  • Nicht hilfreich ist auch, dass Toyota keine Software-Updates aufspielt und keine Verbesserungen oder neue Funktionen anbietet. In den Services sind diese Punkte aufgeführt, auch Nutzung von OTA - nur nutzt Toyota das nicht. Ab dem 5. Jahr muss man für die rudimentär vorhandene Software 9,99 EUR mtl. bezahlen (Stand 2026).


    Durch die fehlenden Updates und Upgrades altert das Auto noch schneller, als es müsste. Das Auto ist schnell unmodern und wirkt auch so. Man stelle sich ein Handy oder ein Pad vor, das 5 Jahre alt ist, das seit dem Kauf keine Updates und keine neuen Apps aufgespielt bekam. Extremes Gegenbeispiel ist Tesla. Dort altert (fast) nur die Hardware, viele Komponenten, einschließlich des Hauptcomputers und Bildschirms, kann man austauschen. Auch wenn man das nicht macht, bleibt das Auto von der Bedienung her jung und aktuell. Der Toyota wird schnell altbacken. Es gibt aber auch andere Hersteller, die ihre Kunden nach dem Kauf nicht vergessen und Updates und Neuerungen aufspielen. Es bleibt aber dann auch die Frage offen, wie lange sie das machen. Aber solange sie das machen, werden vergleichbare Modelle dadurch attraktiver sein.


    Hinzu kommt, dass die Grundversorgung der Software nur für die ersten 10 Jahre garantiert wird. Dass eAutos älter werden können, sieht man an den Pionieren. Von der Hardware her und aufgrund der extrem konservativen Ladekurve und Nutzung der Gesamtkapazität traue ich Toyota-Fahrzeugen ebenfalls eine lange Lebenszeit zu. Wir fahren einen RAV Mildhybrid seit über 10 Jahren ohne Probleme.


    Ich glaube aber, dass der Softwarestand und Bedienkomfort für die Werterhaltung eines Fahrzeugs auch eine Rolle spielt und unterschätzt wird. Insbesondere wird das für die jüngere Generation gelten, da die sich in der Regel keinen Neuwagen leisten und lieber auf einen günstigeren Altwagen zurückgreifen und es gewohnt sind, dass man Hardware auf einen aktuellen Stand hält.

    RAV 4 AWD Executive weiß ab 2016

    bz4x FWD Lounge palladium-silber ab 01.2025

  • Ich bin im April von meinem "alten" 2022er bz4x auf den aktuellen bz4x umgestiegen, damit vermutlich einer der wenigen hier, die schon mal einen bz4x verkauft haben.

    Bezahlt habe ich für den bz4x damals ca. 58k€ bekommen habe ich vom Händler 25k€. Privat habe ich zwar einige Anfragen bekommen, aber letztendlich habe ich den Wagen dann doch dem Händler übergeben.

    Da mein alter bz4x jedoch noch aus der ersten Serie war hatte er definitiv einige "Schwachstellen" für einen Verkauf. z.B. Konnte der nur 1-phasig Laden, damit ist die Ladeleistung im wesentlichen auf 3.6kW reduziert (auch wenn er 6,5kW könnte). Auch beim DC-Laden ist der Neue doch um einiges schneller als der Alte (auch wenn die offizielle Ladeleistung genauso 150kW sind wie auch früher). Auch hatten die bisherigen bz4x im Gegensatz zu den Aktuellen keine Vorkonditionierung. Ausserdem gibt es im Netz extrem viele schlechte Bewertungen für den VFL (Vor FaceLift). Daher glaube ich nicht, dass man von bisherigen Verkaufserfahrungen Rückschlüsse auf das aktuelle Modell ziehen kann.

    seit 24.4.2026 bz4x AWD Lounge mit Sky&Sound Paket. :)

    Davor den 2022er AWD mit gleicher Ausstattung.


    Auf speziellen Wunsch anzugegeben wer nicht in Deutschland lebt.

    Ich wohne in Wien, und daher sind meine Erfahrungen hauptsächlich aus Österreich.

  • Die Ladeleistung des Ur-BZ liegt am 22 Kw Lader oft bei 7.2 Kw (Brutto)

    Zuhause sind es Aufgrund der Schieflastbegrenzung 20 A. Also 4.6 Kw

    BZ4X erste Generation 2023 - Frontantrieb - Beide Pakete

  • Danke für die zahlreichen Antworten, ich bin mir natürlich bewusst, dass das alles ein Blick in die Glaskugel ist und keiner sagen kann was sich in Zukunft ändert.


    Betreffend Ladetechnik kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Stecker ändern, wenn dann wird es so wie in China die Möglichkeit geben 2 Stecker anzustecken und so die Leistung zu erhöhen, da der Gleichstromanschluss mittlerweile in Europa bei zigtausend Ladestationen Standard ist. Auch bei den Wallboxen wird sich nichts ändern, da bei meinem Haus bspw. ein Anschlusswert von 32A hergestellt ist und die Verkabelung ohnehin nur für 11 KW (16A) zu den Wallboxen ausgelegt ist. Und sind wir uns mal ehrlich, wenn ich 24 Stunden mit 11 KW lade, sind das 254 KW, da werden 3 Autos voll jeden Tag.


    Bei der Software habe ich einen anderen Zugang, natürlich möchte man immer was neues haben, aber als alter Computerspezi kann ich nur den Satz "never change a running system" erwähnen, und das trifft auch bei den Autos zu. Ich war 2015 als Autobesitzer dabei wie Renault das R-Link System einführte, wenn man sowas miterlebt hat, dann wünscht man sich eher die Software und Funktionen aus den 90ern.

    Was Updates betrifft ist meiner Meinung nach Tesla und die Chinesen ganz vorne, wobei man bei den Chinesen auch sagen muss, dass die Autos auf den Markt bringen, wo so manches nicht funktioniert (Käufer als Betatester) und mit den Updates dann über längere Zeit ein Zustand hergestellt wird, der eigentlich bei Auslieferung schon hätte sein sollen, und welche Wunderfunktionen sollen über ein Update eingespielt werden können.


    Bei Toyota denke ich mir da, die bringen was auf den Markt das funktioniert und sind wir uns ehrlich, was braucht man denn zum Autofahren? Carplay, Spotify, Youtube, Insta gehören für mich nicht dazu. Ich wäre in unserem BMW iX1 schon froh, wenn ich einen USB Stick wo ich meine Musik drauf habe, anstecken könnte. Das ist aber nicht mehr vorgesehen. Oder wenn ich mir bei VW/Skoda/Porsche/Audi/Ford so durchlese, wenn der Digital Key nicht mehr funktioniert und das Auto nicht mehr zu öffnen geht, da wird mir ganz anders.


    Eines muss man halt schon berücksichtigen, dass alles was vom VW Konzern, BMW oder Mercedes kommt, ist bei uns im Alpenland wesentlich einfacher zu verkaufen als alles andere. Und darüber denke ich schon grundlegend nach, dass man das Auto überhaupt wieder los wird.

    Wir hatten vor dem iX1 einen Mazda MX-30, der wirklich ein gutes Elektroauto ist, abgesehen von Reichweite, Türen und fehlender elektrischer Heckklappe. Der Verkauf war ein Graus und wenn wir den Wagen damals nicht so günstig bekommen hätten, wäre er vom Wertverlust ärger als eine S-Klasse gewesen.


    Der Feststoffakku wird meiner Meinung noch einige Zeit brauchen bis er für PKW serienreif ist und auch bei den Akkugrößen denke ich mir nicht groß was, da ein größerer Akku auch Mehrgewicht bedeutet und wenn man sich die großen SUV ansieht, die so wie der neue X5 140 kwh hat und dann aber fertig ausgestattet irgendwas mit 3.xxx kg wiegt, will ich das nicht. Da möchte ich gar nicht wissen, was ein Traggelenk, Stabistangen, Buchsen, Reifen, Bremsen kosten - da explodieren die Erhaltungskosten dann.


    Mein Fahrprofil besteht zu 80 % aus kürzeren Strecken bis max. 300 km und dann gibts 3-5 längere Fahrten mit 450+ km, wo man auch mit einem neuen iX3 bei einem Autobahnverbrauch von 22 kwh (lt. einem Youtubevideo bei 130 kmh mit 22 Zollfelgen) nachladen muss. Ob ich da dann 5 Minuten oder 25 stehe, ist mir eigentlich egal, dann trinkt man halt einen Espresso oder geht aufs Klo. Ebenso halte ich von exorbitanten Ladeleistungen nicht, das schadet nur dem Akku.


    Mal schauen, ich mache jetzt noch einige Probefahrten und überlege dann was es wird, derzeit ist der BZ4X Touring der Favorit, allerdings kaufe ich erst, wenn ich meinen X3 privat verkaufen kann, da zwischen Händlereintausch und Privatverkauf doch einige Tausender liegen.