Beiträge von Guenter_23

    Das ist nun mal der Deutsche, der meines Erachtens nach, immer Probleme mit Neuerungen hat. ... wenn ich immer die ganzen Fragen

    und Vermutungen aus meinem Kollegen-Kreis höre, wird mich schlecht. Zu 70% Unwissenheit, 20% haben sich, ohne Weitsicht, gerade

    einen neuen Verbrenner gekauft. Und der Rest gehört zu denen die sagen: Es gibt nichts besseres als einen Verbrenner zu fahren! ...

    Es setzt aber so ganz langsam ein Umdenken ein.


    a.)

    Viele haben nicht damit gerechnet, dass mein bZ4x problemlos 100.000 km läuft.

    Kommentare der Art: Ach, der hat schon 100.000 km? Ich dachte das ging nicht?

    So wegen kurzer Reichweite, Ladepausen usw.?


    b.)

    Täglich das geheule über die steigenen Benzin- und Dieselpreise.

    Dann frage ich immer: Warum fahrt ihr nicht wie Fritz, Max und ich Elektro zum

    halben km-Preis?

    Inzwischen setzt da bei einigen auch die Denke ein. Vor 2 Jahren in 2024 war das

    noch anders. Damals wurde mit Vorwänden alles Elektrische niederdiskutiert.

    Und man bekam von den Meisten Beifall, wenn man den Elektro schlecht machte.

    Das ist heute nicht mehr so.


    c.)

    Den Verbrenner-Motoren-Fahrern laufen die Werkstattkosten weg. Geh heute mal

    mit einem Verbrenner in eine Vertragswerkstatt und lass einen Service mit Öl-

    wechsel machen.

    Das spricht sich inzwischen auch herum, dass die E-Autos beim Service weniger als

    die hälfte Kosten und sich als unanfälliger erwiesen haben.

    ... Das Problem ist und bleibt der Wiederverkauf. (Wir haben ja unseren MX-30 schon verkauft und ich

    habe gute Bekannte, die schon andere BEV verkauft haben, mit entsprechenden Erfahrungen) ...

    Das kommt vermutlich daher, dass die letzten Verbrenner-Gebrauchtwagen-Verkäufe um Corona herum

    in 2022 oder 2023 gemacht wurde, wo die Gebrauchtwagenpreise auf einem nie dagewesenen Top-Niveau

    lagen.


    Nimmt man das Verbrenner-Gebrauchtpreis-Niveau von 2018 oder von heute 2026, sieht das ganz

    anders aus. Da machen die Verbrenner auch richtig Wertverlust.


    .


    Wenn Du einen Gebrauchten 2022/2023 er bZ4x heute gebraucht kaufst, hast Du Top Preise.

    Der Gebrauchte bZ4x AWD volle Hütte 2022 von @mdeomon ist für 18.500 € + MwSt. weggegangen.

    Bei meinen bZ4x AWD volle Hütte 2022 müsste ich vermutlich weit unter die 18.500 € + MwSt., da

    viel Waldnutzung, Kratzer und schleifspuren im Innenraum. Was glaubst Du, was Du an denen noch

    verlierst?


    Der hohe Verlust kommt doch auch weitgehend daher, dass die Neuen bereits mit kräftigem

    Nachlass verkauft werden, dafür viel viel weniger als den Listenpreis gezahlt wird. Das musst Du

    schon mitberücksichtigen beim Wertverlust. Ich glaube nicht, dass die 2024er bZ4x, die für 34.500 €

    neu rausgehauen wurden, viel Wertverlust haben. Gut, wer damals für 50.000 € Liste gekauft hat,

    hat natürlich Wertverlust, ist aber selbst schuld, wenn er keinen 34.500 €-er gekauft hat.

    Über 100.000 km bin ich mit 1 Ladekarte gut klargekommen.

    Man braucht also das Ladekartengedöns nicht.


    Die App sollte man haben. Bietet Komfort und Übersicht, die

    ein Benzin-/Dieseltanker i.d.R. nicht hat.


    Was ist ABRP?

    Was ist Dingeldongel?

    Hab ich beides bisher über 100.000 km nicht gebraucht.


    Ohne Ladestopp?

    Plant da jemand nicht richtig?

    Ich lade an der heimischen Wallbox, wenn das Auto in der Garage steht. Kein zusätzlicher Zeitaufwand.

    Ich lade schon mal beim Einkaufen oder am Fittness-Studio. Kein zusätzlicher Zeitaufwand.

    Ich lade unterwegs i.d.R. im Hotel. Kein zusätzlicher Zeitaufwand. Im Gegenteil, ich hab meist einen freien Parkplatz,

    den ich mit dem Verbrenner oft vergeblich suche.

    Ich lade an Autohöfen, Raststätten, Schnellrestaurants ..., wenn ich zur Toilette muss, Pause mache oder etwas esse.


    Das Wichtigste:

    Ich muss nicht mehr in die Tankstelle und kaufe damit dort auch keine Kaltgetränke, Süßigkeiten, Snacks,

    Backwaren, Kaffee, Presse-/Printmedien usw. Halt den Krabbelkram, den da jeder in irgendeiner Form

    mitnimmt und nicht entgehen kann.

    ... Das E-Auto ist teuerer in der Anschaffung ...

    Ist ein neuer bZ4x tatsächlich teurer wie ein neuer RAV4?

    M.E. ist der bZ4x günstiger.


    ... Der FTH hat die Preise für Inspektionen nach oben korrigiert ...

    Stimmt meiner Ansicht nach überhaupt nicht. Der Elektro kostet ca. 1/2 vom Verbrenner.

    Wenigstens bei Toyota und BMW, wo ich den direkten Vergleich habe.


    Ferner gibt es einen Thread mit Inspektionskosten hier im Forum, der ebenfalls besätigt,

    dass die Inspektionskosten für den bZ4x viel viel günster, mehr als 50 %, sind, als für einen

    vergleichbaren Verbrenner.


    ... Der Ladestrom kostet am mir nächstgelegen Schnelllader 75 Cent/Kw ...

    Der Ladestrom kostet an der heimischen Wallbox ca. 0,30 €/kwh.

    Der Ladestrom kostet an Säulen Deines Ladekartenanbieters ca. 0,35 - 0,45 €/kwh.

    Der Ladestrom wird bei bestimmten Supermärkten und Baumärken verbilligt mit 0,29 - 0,39 €/kwh angeboten.


    Da kannst Du m.E. nicht einfach 0,75 €/kwh zu Grunde legen, nur weil Du Dich mal darüber geärgert hast.

    Trend war in den letzten Jahrzehnten, dass man schwarze oder graue Autos wollte. Das sind die häufigsten Farben,

    die man hier sieht. Immerhin gibt es blau und - sehr schön - rot. Etwas mehr Farbe würde den Straßen hier ganz gut

    tun. ...

    Sehe ich auch so, wird aber nicht kommen wg. kalkulierbarer Leasing-Restwerte.


    Ein Freund von mir bekommt jedes Jahr einen neuen Firmenwagen als 12-Monats-

    Mitarbeiter-Leasing. Der darf nur aus 3-4 Farben (schwarz, grau, weiß) wählen,

    obwohl es ca. 12 Serienfarben gibt.


    Und wenn man bei den Vertragshändlern schaut, stehen da junge Gebrauchte

    auch nur in diesen Farben.

    Die Akku-Langzeiterfahrung mit Hybrid seit ca. dem Jahr 2000 hat Toyota leider

    nicht genutzt, um frühzeitig Vollelektro zu bringen.


    Als in 08.2022 endlich der bZ4x kam, war ein Vollelektro bei Toyota lange überfällig.

    Aber selbst danach hat sich Toyota mit weiteren Vollelektros schwer getan.


    Erst 2025/2026 kamen C-HR+, Urban Cruiser und HiLux als weitere Modelle hinzu.


    Ich bin gespannt, was in Zukunft noch kommt und wie/wo sich Toyota platziert.

    Ich denke (und hoffe), dass genau jetzt sich der Markt dreht. Bis vor kurzem war der Anteil der BEV am Markt bei 20%.

    Jetzt sind es 32%. ...

    Der Markt dreht sich sehr zäh.


    Der deutsche Michel ist wenig flexibel und hängt am Verbrenner.

    (Auch auf Grund von staatlich gesteuerter Meinungsmache gegen

    Elektro über den öffentlich rechtlichen Rundfunk.)


    Statt auf E-Auto oder günstige gebrauchte E-Autos umzusteigen,

    schreit er nach staatlicher Unterstützung bei den Benzinpreisen.


    Da es um Wählerstimmen geht und die Altparteien inzwischen

    jede Stimme benötigen, um nicht unter die 5 % Hürde zu fallen,

    werden sich die Parteien auf wählerfreundliche Hilfen beim Spritt

    verständigen. Derzeit streitet man nur, wie man möglichst viel

    Effekt/Aufsehen mit möglichst wenig Steuergeldverlust umsetzen

    kann.

    Das sehe ich auch genau so, bei uns weiß keiner so genau wohin die Reise gehen wird, mal

    Verbrennerverbot, dann wieder nicht, dann wieder was anderes, Ängste über Akkuausfälle

    wurden geschürt usw.

    Das kommt daher, dass unsere Politik seit Jahren nicht ehrlich ist.


    Man hätte, wenn alle E-Auto fahren würden oder der Bestand schneller zunehmen würde,

    schlicht und einfach zu wenig Strom, weil man die letzten 3 Kernkraftwerke viel zu früh

    abgeschaltet hat und Probleme beim Import von Atomstrom hat. Frankreich konnte z.B.

    durch niedrige Wasserstände in den Kühlflüssen nicht wie geplant liefern. Andere Länder

    brauchten selbst mehr Strom für Klimaanlagen wg. des überdurchschnittlich heißen

    Sommers und konnten nur weniger liefern.


    Ferner sind die Leitungsnetze zur Verteilung des Stroms nicht ausreichend dimensioniert.

    Da haben leider viele Verantwortliche geschlafen und die Entwicklung unterschätzt. Oder

    eben welche aus ideologischen Gründen gern in Kauf genommen, dass der Konsum ins

    stocken kommt, da man den Konsum runter fahren will.


    Des weiteren steigt der Stormverbrauch stärker als geplant u.A. durch KI und Rechen-

    zentren. Gerade am Internetknoten Frankfurt merkt man das besonders, weil es dort,

    wie in vielen anderen Großstädten auch, fast keine Schnellader gibt.


    Also tritt die Politik beim E-Auto, E-LKW und E-Bussen auf die Bremse. Und gibt dann mal

    wieder Gas, weil man (m.E. zu spät) bemerkt, dass man von China in der Entwicklung

    abgehongen wird.