Danke für die zahlreichen Antworten, ich bin mir natürlich bewusst, dass das alles ein Blick in die Glaskugel ist und keiner sagen kann was sich in Zukunft ändert.
Betreffend Ladetechnik kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Stecker ändern, wenn dann wird es so wie in China die Möglichkeit geben 2 Stecker anzustecken und so die Leistung zu erhöhen, da der Gleichstromanschluss mittlerweile in Europa bei zigtausend Ladestationen Standard ist. Auch bei den Wallboxen wird sich nichts ändern, da bei meinem Haus bspw. ein Anschlusswert von 32A hergestellt ist und die Verkabelung ohnehin nur für 11 KW (16A) zu den Wallboxen ausgelegt ist. Und sind wir uns mal ehrlich, wenn ich 24 Stunden mit 11 KW lade, sind das 254 KW, da werden 3 Autos voll jeden Tag.
Bei der Software habe ich einen anderen Zugang, natürlich möchte man immer was neues haben, aber als alter Computerspezi kann ich nur den Satz "never change a running system" erwähnen, und das trifft auch bei den Autos zu. Ich war 2015 als Autobesitzer dabei wie Renault das R-Link System einführte, wenn man sowas miterlebt hat, dann wünscht man sich eher die Software und Funktionen aus den 90ern.
Was Updates betrifft ist meiner Meinung nach Tesla und die Chinesen ganz vorne, wobei man bei den Chinesen auch sagen muss, dass die Autos auf den Markt bringen, wo so manches nicht funktioniert (Käufer als Betatester) und mit den Updates dann über längere Zeit ein Zustand hergestellt wird, der eigentlich bei Auslieferung schon hätte sein sollen, und welche Wunderfunktionen sollen über ein Update eingespielt werden können.
Bei Toyota denke ich mir da, die bringen was auf den Markt das funktioniert und sind wir uns ehrlich, was braucht man denn zum Autofahren? Carplay, Spotify, Youtube, Insta gehören für mich nicht dazu. Ich wäre in unserem BMW iX1 schon froh, wenn ich einen USB Stick wo ich meine Musik drauf habe, anstecken könnte. Das ist aber nicht mehr vorgesehen. Oder wenn ich mir bei VW/Skoda/Porsche/Audi/Ford so durchlese, wenn der Digital Key nicht mehr funktioniert und das Auto nicht mehr zu öffnen geht, da wird mir ganz anders.
Eines muss man halt schon berücksichtigen, dass alles was vom VW Konzern, BMW oder Mercedes kommt, ist bei uns im Alpenland wesentlich einfacher zu verkaufen als alles andere. Und darüber denke ich schon grundlegend nach, dass man das Auto überhaupt wieder los wird.
Wir hatten vor dem iX1 einen Mazda MX-30, der wirklich ein gutes Elektroauto ist, abgesehen von Reichweite, Türen und fehlender elektrischer Heckklappe. Der Verkauf war ein Graus und wenn wir den Wagen damals nicht so günstig bekommen hätten, wäre er vom Wertverlust ärger als eine S-Klasse gewesen.
Der Feststoffakku wird meiner Meinung noch einige Zeit brauchen bis er für PKW serienreif ist und auch bei den Akkugrößen denke ich mir nicht groß was, da ein größerer Akku auch Mehrgewicht bedeutet und wenn man sich die großen SUV ansieht, die so wie der neue X5 140 kwh hat und dann aber fertig ausgestattet irgendwas mit 3.xxx kg wiegt, will ich das nicht. Da möchte ich gar nicht wissen, was ein Traggelenk, Stabistangen, Buchsen, Reifen, Bremsen kosten - da explodieren die Erhaltungskosten dann.
Mein Fahrprofil besteht zu 80 % aus kürzeren Strecken bis max. 300 km und dann gibts 3-5 längere Fahrten mit 450+ km, wo man auch mit einem neuen iX3 bei einem Autobahnverbrauch von 22 kwh (lt. einem Youtubevideo bei 130 kmh mit 22 Zollfelgen) nachladen muss. Ob ich da dann 5 Minuten oder 25 stehe, ist mir eigentlich egal, dann trinkt man halt einen Espresso oder geht aufs Klo. Ebenso halte ich von exorbitanten Ladeleistungen nicht, das schadet nur dem Akku.
Mal schauen, ich mache jetzt noch einige Probefahrten und überlege dann was es wird, derzeit ist der BZ4X Touring der Favorit, allerdings kaufe ich erst, wenn ich meinen X3 privat verkaufen kann, da zwischen Händlereintausch und Privatverkauf doch einige Tausender liegen.