BZ4X Touring Kaufberatung - erwarteter Wiederverkauf

  • Beschäftige mich aktuell mit E-Autos, weil eben die Spritpreise so gestiegen sind. Für mich ist es neben dem Genuss des elektrischen Fahrens auch eine wirtschaftliche Betrachtung. Glaube, es gibt wenige Verbrenner, die man so wirtschaftlich bewegen kann, wie ein Model 3 SR+.

    Wir fahren aktuell eine alte B-Klasse von Oma. Praktisch zum Nulltarif (natürlich zahlen wir Sprit, Service und Verschleiß) und einen Suzuki Swace aus 2021. Mit 1.100 km gekauft für 21.500 €, abgezahlt und sollte auch die kommenden 10 Jahre halten. Ist ja ein Corolla mit Suzuki-Emblem.


    Finde den bZ4X Touring super spannend, da er die ganzen Fehler des alten ausmerzt. Natürlich würde ich ausschließlich gebraucht kaufen in einigen Jahren, weil ich noch nie verstehen konnte, wie man Autos neu kaufen kann. :D Einige hier schreiben ja von Wertverlusten um die 29k-30k beim Wiederverkauf. Das ist für mich eine betriebswirtschaftliche Katastrophe! Und es war bei diesen Autos aus meiner Sicht abzusehen. Aber klar, das lässt sich im Nachhinein natürlich leicht sagen.


    Mein Take: Es wird wie beim Suzuki Swace und dem Corolla. Der Preis der Gebrauchten wird halbwegs stabil sein, sollte sich das alles als robuste Technik herausstellen. Was Toyota ja zuzutrauen ist.

    Günstiger wird (beim AWD) der Subaru E-Outback sein, weil er jetzt schon weniger kostet und noch nischiger ist. Eher ein Geheimtipp. Das wird dann auch das Objekt meiner Begierde werden. Die haben auch 10 Jahre Garantie bei dem Teil und es kommt dem, was ich mit Autofahren verbinde, viel näher als ein Tesla.


    Zum Thema Akku: Ich glaube 71 kWh reichen völlig aus. Neue Technik wird auf geraume Zeit sehr teuer sein und der Markt wird merken, dass es nicht mehr braucht, wenn man nicht ständig weit fährt. Für PV-Interessenten wird es immer günstiger und es wird mittelfristig einfacher eine KW/h zusätzlich zu produzieren, als eine irgendwo einzusparen.

    Und irgendwann wird mein Suzuki mehr wert sein als vorher, weil er mit 4,8 l Verbrauch noch bezahlbar UND als Fluchtwagen besser geeignet ist als ein Stromer.

    Beste Grüße,

    Clint

  • Natürlich würde ich ausschließlich gebraucht kaufen in einigen Jahren, weil ich noch nie verstehen konnte, wie man Autos neu kaufen kann. :D Einige hier schreiben ja von Wertverlusten um die 29k-30k beim Wiederverkauf. Das ist für mich eine betriebswirtschaftliche Katastrophe!

    Ja das habe ich auch nie verstanden, die Wertverluste sind so brutal, das macht null Sinn für mich. Bin jetzt über 60 und fahre mein 4. Auto, alles gebrauchte, jeweils mit um die 100k gekauft und bei 300-400k dann abgegeben, als die schweizer Version vom TüV den Riegel schob, bzw horrende Reparaturen forderte (wobei in der Schweiz JEDE Reparatur horrend ist).


    Ich habe mich hier intensiv mit bz4x Gebrauchtwagen befasst diese Tage, weil mein gegenwärtiger RAV4 Hybrid verhagelt wurde und es nicht klar war, ob er zum Totalschaden wird. Die Preise fangen bei uns bei rund CHF 25k an für die ältesten 22-23ger Modelle, wobei man dort Horrorstories betreffend Reichweite hört (150-220 km) , von wegen Akkuzertifikate Fehlanzeige und bis man hat was man will, ist man schnell auch bei den alten bei 30k. Die Facelift Modelle fangen bei 35k an, die 24-25 Modelle liegen dazwischen. Die meisten Autos haben sehr wenig Kilometer, es gab einen mit 66k und einen mit über 100k die dann so in der 25k CHF Range waren, die anderen haben meist nur 10-20k km, wurden also kaum gefahren.


    Bei den Neupreisen hier (50-60k) ist der Wertverlust also gut und gern zwischen 40 und 50% für Autos mit 10-20k km, was für mich einen Neukauf selbst nach Lottogewinn ausschliessen würde. Selbst "Jahreswagen" haben heute manchmal bereits 30-40% Abschreiber drauf, da macht ein Neukauf absolut keinen Sinn, Geduld ist da eher gefragt.


    Nachdem ich nun weiss, dass ich vorerst nicht neu kaufen MUSS, bleibe ich beim RAV4 zumindest bis die Facelift Modelle irgendwo bei 25k angekommen sind, vermutlich so in 2-3 Jahren wenn die Leasing Verträge auslaufen. Dann könnte es interessant werden. Oder ich müsste mich mal in D umsehen, wenn man da "Premiums" (die heissen glaub ich Lounge bei Euch?) um 18k Euros kriegen kann, dann wäre das sogar interessant mitsamt Einfuhrgedöhns ins Alpenland...

  • Overland215 Du solltest in der Kalkulation von Wertverlusten allerdings bedenken, dass der Bz fast immer mit massiven Abschlägen verkauft wird. Wer wirklich 50K oder mehr bezahlt, ist nicht mehr zu retten. Der Listenpreis dient wohl eher dem Kaufanreiz, weil man dann 10K und mehr Rabatt geben kann. Als ich gekauft habe, gab es 12.000€ Rabatt. Als echter Kaufpreis sind um die 40K für einen neuen Bz mittlere Ausstattung eher realistisch, mit leichten Schwankungen nach oben und unten. Das hilft vielleicht, um die Attraktivität von Gebrauchtwagenpreisen einzuschätzen.

  • Du solltest in der Kalkulation von Wertverlusten allerdings bedenken, dass der Bz fast immer mit massiven Abschlägen verkauft wird.

    Das war hier mit den Modellen vor dem Facelift auch so, zumindest teils, allerdings waren das dann meist Karren, die seit 2022 oder 23 auf den Büchern der Garagen lagerten und die sie dann endlich mit grossen Verlusten losschlugen. Wobei ich hier in der Schweiz mittlerweile keine solche Abschläge mehr sehe. Die 2026er Modelle sind wenn überhaupt noch mit Prämien zu bekommen, die aber holen sich die Hänlder schnell wieder rein, in dem man für den Eintausch entsprechend weniger bekommt.


    Abgesehen davon, Wertverlust ist nicht auf den BZ4X beschränkt. Wer ein Auto unter 100k km und 5 Jahren kauft wird einen massiven Wertverlust erleiden. Danach flacht die Kurve langsam ab. Meine frühere Regel war, ich kaufe kein Auto über 10'000 CHF. Für meine ersten 3 Autos hat sich das ausgegeben, alle 3 hatten gegen Ende über 300k km, für die ersten beiden hatte ich beim Eintausch noch 2000 CHF bekommen, für den letzten nach 27 Jahren und mit einigen WehWehchen noch 1000... da hält sich der Wertverlust eng in Grenzen. Dass ich davon abgegangen bin auf Druck der Familie, die mal einen neueren Wagen wollte, bereue ich nach dem Hagelschaden bereits enorm, mal abgesehen davon dass mich das Ding wirklich sehr viel Geld gekostet hat für meinen Masstab. Heute weiss ich, dass ich nach 3 Jahren 15k Wertverlust habe. Das ist mehr, als ich in über 40 Jahren für meine 3 Autos ausgegeben habe. Und das ärgert mich heftig, den Fehler werde ich nie wieder machen.