doppelter post - tut mir leid...
Wer braucht schon Hersteller eigene Software wenn man Android Auto / Car Play nutzen kann
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Ich bin ein wenig "Vorbereitung" gewöhnt, dazu eine Anekdote.
Ich hatte damals einen bivalenten Erdgas-Touran.
Im Alltag spielete das genausowenig eine Rolle wie heute das Laden, man hatte 2-3 CNG-Tankstellen im 20km- Umfeld, die ausreichten.
Leider hatte diese Fzg auch nur eine 13l- Benzintank.
Im Urlaub hatte ich daher immer einen 20l- Kanister dabei.
Die Fahrten an die Costa- Brava waren immer echt abenteuerlich, denn in GANZ Frankreich gab es damals nur 12 CNG-"Tankstellen", ich habe das bewußt in Anführungszeichen gesetzt, denn das waren zum Teil nur Container in Industriegebieten oder Hinterhöfen mit Zugang über einen Zahlencode.
Und überhaupt musste man vorher mit einer französischen Organisation einen Vertrag abschließen, bevor man postalisch nach Monaten eine Karte bekam.
Wie gesagt extrem aufwendig, aber man hat auch Ecken gesehen, wo man sonst mit Sicherheit nie hingekommen wäre. -
Ich war ca. 2.700 km in Schweden unterwegs (und kurz in Dänemark).
Die Ladeplanung hatte ich zunächst mit ABPR mit Monatsabo geplant. Wertvoll fand ich, dass der ca.-Ladestand bei Ankunft angezeigt wurde und die Belegung der eingeplanten Ladesäule. Ich nutze mobilize und dachte, so gut klar zu kommen. Als Ladepreis peile ich ansonsten möglichst unter max. 50 Cent/kWh an. Deshalb habe ich mir auch das Monatsabo von Chargeprice gegönnt (ist auch in Applecar eingebunden).
Leider hakte ABPR immer wieder, so dass ich mich auf die Routenführung nicht verlassen konnte und parallel auf das Toyota-Navi und Apple zurückgriff. Beide Alternativen haben Vor- und Nachteile. Besonders gut am Toyota-Navi finde ich, dass Raststätten und deren Angebote/Ausstattung angezeigt werden.
In Deutschland fand ich die Versorgung direkt an der Autobahn katastrophal. Es gab nur jeweils wenig Ladeplätze (das wenigste, vor denen ich stand, waren 2, nicht Ionity), Ionitys manchmal 4, öfter 6 - von denen dann 1 Säule defekt war. Aufgrund des Ferienwochenendes waren die Ladeplätze besetzt, so das wir hätten warten müssen. Dafür ist aber an den Rastplätzen (an denen ich war) kein Platz, man blockiert die Durchfahrt. Wir sind dann weitergefahren und hatten vorher über Chargeprice nach Alternativen abseits der AB, aber in deren Nähe, gesucht. Das hat dann relativ gut geklappt, an einem geschlossenen Baumarkt, an dem nichts los war - allerdings ohne Infrastruktur.
In Dänemark stellte ich fest, das mobilize in den nordischen Ländern anscheinend nicht funktioniert. Hier half Chargeprice weiter. Es gibt in Dänemark und Schweden Anbieter, bei denen Laden ohne Abo (!) bis 51 Cent möglich ist. Ich lag meistens bei bis zu 45 Cent/kWh. Das Hantieren mit mehreren Apps fand ich umständlich und während der Fahrt unmöglich, wenn man keinen Beifahrer hat - oder für gefährlich.
Hilfreich fand ich dann in Schweden das Toyota-Navi. Dort gibt es alle paar Kilometer an der „Autobahn“ oder nah daneben Rastplätze mit Lademöglichkeiten. Das Navi zeigt sie mit km-Entfernung und Ausstattung an, so dass ich anhand des Ladestands wie bei einem Verbrenner ohne Planung fahren konnte. Meistens konnte ich vor der Abfahrt sehen, welcher Anbieter dort vorhanden war. Es waren häufig mehr als genug Ladeplätze vorhanden. Defekte hatte ich nur einmal in Dänemark bei Ionity gesehen, wo ich eh nicht laden konnte, sonst nicht.
In Deutschland auf der Rücktour hatte ich mit dieser Vorgehensweise Pech, weil es nur wenig Ladeplätze gab, die dann besetzt waren. Wir haben dann einmal bei einem Ladepark von EnBW geladen, abseits der AB, mit einem SB-Kiosk. Der war recht ordentlich. Die einzige Toilette daneben (immerhin gab es eine), war katastrophal.
Wir sind ca. 2.700 km gefahren, hatten ca. 230,00 EUR Energiekosten (die Parkplatzkosten waren deutlich höher) und lagen beim Verbrauch bei ca. 19,4 kW/h/100 km.
Mein Fazit: In Belgien und den Niederlanden komme ich mit mobilize gut und günstig zurecht. Allerdings ist die Anzahl der Ladeplätze bei Ionity grenzwertig. In Schweden konnte ich fast ohne Ladeplanung wie mit einem Verbrenner fahren. Die Preise ohne Abo würde ich mir so auch in Deutschland wünschen, teilweise bis zu 45 Cent möglich, oft bis zu 51 Cent. Meistens gab es viele Ladeplätze. Vattenfall fand ich ganz gut. Kleine Ladesäulen mit 150 kW (leider mehr als genug für einen bz4x), i.d.R. 12 Ladeplätze. In Deutschland fand ich die Situation Richtung Norden ungenügend. Anzahl der Ladeplätze an den Raststätten (2 - 6 wo ich war) viel zu niedrig, kein vernünftiger Platz, um auf eine frei werdende Säule warten zu können, ohne Abo Wucherpreise, man sieht vor der Abfahrt nicht, welche Anbieter es gibt. Wenn man auf den Ladepreis achtet, keine langen Wartezeiten möchte, auch keinen Stress vor der Ladesäule, kommt man m.E. nicht um eine vernünftige Ladeplanung herum. Dafür braucht es eine gute App, die man im Auto einfachst bedienen kann. Das bietet Toyota nicht. Das schreckt weniger technikaffine Autofahrer ab. Es nervt mich auch, komme aber klar.
Wäre ich lieber mit einem Verbrenner gefahren: nein. Der bz4x lässt sich gut fahren, ein eAuto sowieso. War die Reichweite ein Problem: nein, weil wir eh gemütlich unterwegs sind und immer mal wieder eine Pause einlegen (das taten wir zuletzt auch vorher mit dem Verbrenner, Fahrten von 500 km oder länger an einem Stück mochten wir schon länger nicht mehr). War die Ladezeit ein Problem: wenn ich ehrlich bin, für uns nicht. Auch wenn ich mit der Ladeleistung nicht zufrieden bin, war das Auto meistens doch schneller geladen, als es nötig war. Ich hatte allerdings auch jede Pause zum Laden genutzt, die sich ohne Aufwand geboten hatte, unabhängig vom Ladestand.