Beiträge von Ulfberht

    Im Endeffekt ist der zweite Satz das, was ich auch gesagt habe. Ich bin auf die Aussage eingegangen, dass man sich nur ein eAuto kaufen kann/soll, wenn man zu Hause laden kann oder PV hat. Die Aussage halte ich für die meisten Nutzungsprofile für falsch.


    Es ist umständlicher, einen günstigen Preis beim eAuto zu finden. Bei den alten Preisen konnte das Laden durchaus teurer sein als zu tanken. Bei den aktuellen Preisen ist man fast immer günstiger im eAuto unterwegs.

    Ich finde es wenig aussagekräftig, wenn man sagt, ein eAuto ist toll, ich muss kaum auswärts laden.


    Ca. 43 % der Menschen in D haben eine eigene Immobilie. Darunter sind viele Eigentümer von Eigentumswohnungen. Ich stelle die Behauptung auf, dass der überwiegende Teil der Autobesitzer nicht (!) zu Hause laden kann. Und es hat nur ein kleiner Teil einen Dienstwagen. Es ist zwar toll zu hören, dass man für (fast) 0 EUR über PV oder mit dem Haushaltsstrom laden kann. Den meisten hilft diese Aussage nicht weiter. Die Nutzung eines eAutos muss daher für einen Großteil der Bevölkerung einfach nutzbar sein. Und das ist m.E. wegen der unübersichtlichen Abo-Modelle und ad-hoc-Preisen nicht der Fall.

    Ich kann nicht zu Hause laden. Wenn, dann etwas umständlich mit dem Ladeziegel. Trotzdem fahre ich günstiger als vorher mit dem RAV4 Mildhybrid mit ca. 6,6 l Jahersdurschnitssverbrauch.


    Was ich abschreckend fand und auf die meisten Verbrennerfahrer zutrifft, wenn wir uns über das Fremdladen unterhalten, ist der Ladekartenwirrwar (oder -abzocke). Wenn einem die Kosten nicht egal sind, muss man sich ziemlich reinfuchsen, um eine für sich passende Variante zu finden. Dieses System ließe sich bei Tankstellen niemals durchsetzen. Leider gehen ad-hoc-Preise von ca. 39 Cent bis 120 Cent, was ich für Abzocke halte.


    Bei einem Abo habe ich das Problem, dass die Batterie selten da leer ist, wo eine passende Säule steht. U.a. deshalb halte ich von Abo-Modellen nichts.


    Inzwischen komme ich klar. Und ja, ich habe den Ladestand fast immer im Blick, während mir der Tankfüllstand vorher selten wichtig war. Aber ich habe bisher immer eine Ladesäule gefunden, in Deutschland, Niederlande, Belgien. In anderen Ländern wird das auch gut gehen - aber man muss sich wieder vorher beschäftigen, welche Karten wo akzeptiert werden und wie die Preise sind. Aber es geht.

    Man kann m.E. ohne Probleme ein eAuto kaufen, auch wenn man zu Hause keine PV-Anlage hat, also auch dann, wenn man mit Haushaltsstrom lädt. Selbst wenn der 37 Cent kostet, ist das deutlich günstiger und bequemer als zu Tanken.


    Aber auch, wenn man zu Hause nicht laden kann, kommt man gut mit einem eAuto zurecht. Mit einem Dienstwagen besonders, aber ich rede von einem normalen Privatfahrzeug. Als Dienstwagen, weil das meist höherpreisige Fahrzeuge sind und schneller Laden können,


    Ich lade meist nebenbei, wenn ich Einkaufe, beim Baumarkt bin, … manchmal mache ich auch einfach mal 15 Min. Pause, telefoniere, höre ein Hörbuch oder schalte einfach nur ab. Dafür lade ich auch mit 40 % oder 60 %, was mit dem bz4x absoluter Mist ist. Auf längeren Reisen stand meistens eine Toiletten- oder Essenspause an. Für die paar Mal, die man als Normalbürger wirklich lange Fahrten im Jahr macht, halte ich ein eAuto auch als Laternenparker für voll geeignet.


    Die Ladekartenabzocke halte ich auch erst einmal für abschreckend, da blickt man kaum durch und halte ich für Benzin oder Diesel für nicht umsetzbar. Aber man kann sich mit der Thematik beschäftigen. Das kostet Zeit, aber man kann dann klarkommen. Zur Not holt man sich von den Anbietern eine kostenlose Karte oder schließt.ein Abo ab, das man sofort wieder kündigt. Ich selber habe mehrere Karten und Apps, z.B. Ionity (am meisten genutzt, vor allem für längere Fahrten), die Renault-Karte ist trotz Preiserhöhung noch interessant, EnBw (ganz praktisch wegen Autocharge), EWEgo, Octopus (im Ausland mal genutzt), sicherheitshalber noch Shell und Aral, wegen einer Schwedenreise Vattenfall, … Es gibt Youtuber, z.B. Voltvision, die einem ein wenig die Arbeit abnehmen und regelmäßig Preise vergleichen.


    Am besten gefallen mir die Säulen von Edeka. Meistens nur 50 kW Leistung, was aber bei dem bz4x völlig ausreichend ist - leider. Die Ladeleistung liegt selten drüber. Man braucht keine Karte oder App und muss nur wenige Daten von sich preisgeben. Für 49 Cent lade ich hier oft und gerne.


    Ja, wenn man auf den Preis achtet, muss man sich unnötig reinfuchsen, aber es geht. Einfach mehrere Karten bestellen. Und eine Ladesäule vom Norden Richtung Süden bis einschl. Deutschland habe ich bisher immer gefunden. Und Richtung Süden gibt es viele Fahrberichte an denen man sehen kann, dass das auch funktioniert.

    Ich habe eine „Ladeplanung“ erhalten. Die erscheint nur, wenn das Ziel mit dem aktuellen Ladestand nicht erreichbar ist. Man muss dafür schon genau auf den Bildschirm sehen.


    In dieser „Ladeplanung“ kann man aber nichts vorgeben; vielleicht habe ich auch etwas übersehen.


    Ich finde das ein trauriges, was das Toyota den Altkunden bietet.

    Bei meinem Auto verriegelt der Ladestecker beim Schnellladen nicht. Inzwischen weiß ich, dass ich den Stecker nach oben zu drücken muss, damit der Stecker verriegelt. Beim AC-Laden reicht das Einstecken, die Verriegelung geschieht sofort.


    Ich habe Autofahrer an Nachbarsäulen gefragt, ob das bei denen auch so sei, ob das normal sei. Sie waren verwundert über die Frage. Ich denke, dass das keine gute Werbung für den bz4x war.


    Ich habe jetzt eine Antwort von Toyota erhalten. Mir wurde ein offizielles Video zugemailt, in dem das Verriegelungsproblem angesprochen und die Lösung gezeigt wird.


    Nach meinem Empfinden wird ein Fehler als normal dargestellt. Ich werde mir die nächste Zeit ansehen, wie gut das funktioniert. Und ich hoffe, dass es nicht schlimmer wird und ich später auf den Kosten für den Austausch der Ladebuchse sitzen bleibe. Die Zufriedenheit mit dem Auto hat das alles andere als verbessert.