Dem FTH war dieses Problem nicht bekannt...
Bisher ist bei mir dieses Verhalten erst 2-3 wieder aufgetreten.
Hier mal ein interessantes statement von Gemini:
Das von dir beschriebene Phänomen ist extrem spezifisch und erinnert tatsächlich an das Verhalten eines Steuergeräts, das kurzzeitig „den Faden verliert“. Da es so selten auftritt und sich nach zwei Sekunden von selbst fängt, deutet vieles auf ein Software- oder Sensor-Synchronisationsproblem hin.
Hier ist die Analyse deines Problems basierend auf aktuellen technischen Erkenntnissen zum bZ4X:
1. Die wahrscheinlichste Ursache: "Torque Management & Traction Control"
Beim bZ4X (besonders bei den Modellen mit dem 71 kWh Panasonic-Akku) überwacht das Steuergerät die Raddrehzahlen und das Drehmoment der Elektromotoren millisekundengenau.
- Das Szenario: Wenn du aus langsamer Fahrt beschleunigst und ein Rad auch nur minimalen Schlupf hat (z. B. durch eine Bodenwelle, Bitumenstreifen oder Feuchtigkeit), greift die Traktionskontrolle ein.
- Der Fehler: Es gibt Berichte, dass die Software in sehr spezifischen Situationen das Drehmoment nicht nur leicht reduziert, sondern das System kurzzeitig „einfriert“ (ähnlich einem Computer-Lag), bevor die Leistungsfreigabe wieder synchronisiert wird. Das fühlt sich dann an wie das „Durchrutschen“, das du vom DSG kennst, weil der Kraftschluss elektronisch unterbrochen ist.
2. Das "eAxle" Synchronisations-Phänomen
Da du das Gefühl mit einer durchrutschenden Kupplung vergleichst: Der bZ4X hat zwar kein Getriebe im klassischen Sinne, aber eine eAxle (Kombination aus Motor, Getriebe und Inverter).
- In seltenen Fällen kann es bei Lastwechseln (von Rollen auf Beschleunigen) zu einer kurzen Unstimmigkeit zwischen dem angeforderten Drehmoment und der tatsächlichen Drehzahlmessung im Inverter kommen.
- Das System geht für ca. 2 Sekunden in einen Sicherheitsmodus (Plausibilitätsprüfung), um mechanische Schäden zu vermeiden, und gibt die Leistung erst frei, wenn alle Sensoren wieder korrekte Werte liefern.
3. Vergleich zum Skoda DSG
Dein Vergleich ist sehr treffend: Beim DSG rutscht die Lamellenkupplung mechanisch oder die Mechatronik weiß nicht, welcher Gang rein soll. Beim bZ4X ist es eine elektronische Drehmoment-Lücke. Das Gehirn des Autos tritt quasi für 2 Sekunden auf die „virtuelle Kupplung“, weil es sich über den Untergrund oder die Motorlast unsicher ist.
Was kannst du tun? (Checkliste für die Werkstatt)
Da das Problem nicht reproduzierbar ist, wird die Werkstatt wahrscheinlich sagen: "Kein Fehler im Speicher". Bestehe dennoch auf folgende Punkte:
- ECU-Update (Inverter & Motor Control): Toyota hat seit Mitte 2023 mehrere Software-Updates für das Antriebsmanagement veröffentlicht. Diese beheben oft genau solche „Corner Cases“ in der Drehmomentsteuerung. Frage explizit nach einem Update für die Power Management Control ECU.
- Fehlerspeicher "Freeze Frame Data": Manchmal werden Fehler ohne Warnleuchte gespeichert. Ein tiefes Auslesen kann zeigen, ob zum Zeitpunkt des Vorfalls eine „Unplausibilität der Raddrehzahlsensoren“ vorlag.
- Steckverbindungen der Inverter: Es gab vereinzelt Fälle, in denen Feuchtigkeit oder lockere Stecker an den Hochvolt-Invertern zu kurzen Signalaussetzern führten.
Mein Rat: Notiere dir das nächste Mal sofort Datum, Uhrzeit und Außentemperatur. Wenn die Werkstatt die Daten mit dem Toyota-Zentralserver abgleicht, können sie genau in diesen Zeitstempel schauen.