Beiträge von roy_hammer

    Ist es nicht einfacher und schneller die ZIP Datei auf dem PC zu entpacken und dann auf die SD Karte zu kopieren

    Eigentlich schon, aber die zwei offiziellen Dokumente, die mir zum Thema MM21 Kartenupdate in die Finger geraten sind (1x Toyota, 1x Lexus) beschreiben ein Entpacken direkt auf das USB drive. Um die Gefahr für teure Fehler zu minimieren, folge ich sklavisch der Dokumentation :) , auch wenn es eigentlich keinen Unterschied machen sollte.


    Ich glaube, das eigentliche "Geheimnis" besteht darin, keinen Datenträger größer als 32 GB zu verwenden, da der Normalo diese nicht FAT32 formatiert bekommt. Lustigerweise sagt die offizielle Doku, man solle "at least" 32 GB nehmen :huh:. Ich behaupte dagegen, man hat verloren, wenn man die magische 32 GB - Marke überschreitet.


    Kurzer Hinweis: seit Anfang Dezember ist das Autumn 2025 Kartenupdate für das MM21 veröffentlicht. Habe es soeben ohne Probleme installiert.


    Aus meiner Sicht ist das Risiko tragbar, solange man sich an die bekannten Punkte hält und „auch nur geringfügige Änderungen im Updateprozess“ (Zitat e-Store) vermeidet. Wenn das Update in die Hose geht, hätte ich aber wenig Scheu, einen Gerätetausch auf Garantie per Klage durchzusetzen. Denn die Ursache für den nötigen Tausch läge nämlich im Gerät und nicht in dessen gemäß Herstellervorgaben durchgeführtem Update...


    Am besten einen hochwertigen(!) 32 GB Datenträger verwenden (keinen größeren), FAT32 formatiert, 16 Kb Zuordnungseinheiten. Größere Datenträger können nicht mit Windows-Bordmitteln auf FAT32 formatiert werden, auch wenn Windows dies als Option anbietet. Wenn ich hier oder in Nachbarforen lese, dass es Stunden gedauert hat, bis die ZIP-Datei auf den Stick extrahiert war, kann man dessen Qualität in etwa einschätzen :) . Ich benutze eine 32 GB mSATA SSD im externen USB3-Gehäuse, auf die sich die ZIP-Datei in wenigen Minuten entpacken lässt. Dazu verwende ich den Klassiker 7Zip.


    Das Auto muss die ganze Zeit im Ready Mode sein und sollte dabei nicht bewegt werden. Um Gottes Willen das Laufwerk nicht abziehen, so lang man keine explizite „Update absgeschlossen“ – Meldung hat.


    Idealerweise besteht während des Updates eine Datenverbindung vom DCM; ggf. kann man diese per eigenem Hotspot herstellen.


    Interessant wäre die Frage, ob das Kartenupdate mit der HU2200er Firmware grundsätzlich sicher(er) ist...Ich hatte diese im Sommer installiert.






    Um Ärger zu vermeiden kann ich nur empfehlen, die Kartenupdates beim Händler machen zu lassen ..

    Es geht nicht (nur) um Kartenupdates, sondern auch um die Headunit des Multimediasystems. Toyota versagt hier auf ganzer Linie, insbesondere bei älteren bZ4X vor Ende 23. Over the Air gibt es weder Karten- noch Firmwareupdates, obwohl damit geworben wurde und es bei allen ernstzunehmenden Herstellern Standard ist. Firmwareseitig werden die Besitzer hier mit einer 'buggy' Version (1040) alleine gelassen (Stichwort: "Verlieren" von Benutzern), obwohl neuere und besser arbeitende Versionen existieren, die problemlos auf der bestehenden Hardware laufen (wie man hier sieht). Es sollte nicht der (sehr lobenswerten) Initiative einzelner Foristen obliegen, ein inoffizielles 'Technical Service Bulletin' zu verfassen, das den Update-Prozess HU 1040 auf 2200 beschreibt --> Nein, dieses Dokument sollte offiziell von Toyota kommen und allen Händlern bekannt sein, existiert aber bis heute(!) nicht als Grundlage für die Werkstätten, die Besitzern älterer bZ4X somit nicht werden helfen können.


    Zu den Kartenupdates: eigentlich erstmal kein Problem, da Routen- und Kartendaten zunächst über Cloudabfrage ins Gerät gelangen. Das funktioniert immerhin. Es geht aber um die geräteseitig vorhandenen Kartendaten, die als Backup dienen. Hier die Kunden in die Werkstatt zu schicken, weil der einzig offen stehende Prozess über USB fehleranfällig ist, ist ein Unding und ein schlechter Scherz im Jahre 2025. Ich bin nicht bereit, für einen solchen absoluten Standardprozess Zeit zu opfern und Geld zu zahlen. Das Problem wird an die Werkstätten verlagert, die auch nicht für Gotteslohn arbeiten können. Dazu kommt, dass es schier lächerlich ist, dass es überhaupt möglich ist, ein Gerät ohne Netztrennung oder mutwillige Entfernung des Sticks o.ä. per Update ins Nirvana zu schicken. Was hat Toyota da eigekauft? Sicherheit des Updateprozess war wohl eher zweitrangig ... .


    Versteht mich nicht falsch: das Auto ist technisch gut und das MM21 mit den aktuellen Updates sehr gut benutzbar. Es geht um das Verhalten von Toyota, die a) keine TSBs für ältere bZ4X veröffentlichen b) seltsame Workarounds vom Kunden fordern ("Geh Werkstatt"), die den Kunden am Ende nicht weiterhelfen. Selbst wenn die Werkstatt ein Update der Geräte-Karten macht, ist dieses unvollständig, weil es dafür ein Update der HU auf (mindestens) 2050 benötigt, das wiederum für die älteren bZ4X nicht angeboten wird, zumindest nicht offiziell. Das ist doch alles absurdes Theater (eher Peter Steiners Komödienstadl als Samuel Becket). Dazu kommt, dass die Geräte-Karten nur sporadisch aktualisiert veröffentlicht werden, obwohl offiziell mit halbjährlichen Updates geworben wird.


    So kann nur ein Unternehmen agieren, das von (älteren) Privatkäufern lebt, die die Mängel und Absurdität der Systeme und Prozesse nicht erkennen. Viel schlimmer finde ich aber, dass sich Toyota wenig Mühe macht, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Abhilfe zu schaffen, obwohl sie es könnten. Sie sollten zeitnah TSBs veröffentlichen, die den Updateprozess wasserdicht auch für den Hausgebrauch beschreibt. Was spricht denn dagegen, vorzuschreiben, vorab die Integrität des USB-Mediums zu prüfen? Das wird die Hauptursache für Probleme sein. Außerdem sollten sie die Kosten für die Updates in den Werkstätten übernehmen. Die Probleme wären dann zwar immer noch da, der Umgang mit ihnen aber immerhin professionell...

    Ich habe in meinem "Alt-bZ4X" vom April 23 jetzt erfolgreich folgende Updates vorgenommen:


    HU 1040 --> 2200

    VP 1005 --> 2050

    OD 1001 --> 2150

    VD 1040 ->- 2150

    VE 1040 --> 2150


    Dafür brauchte es diese drei Dateien (jeweils ein separater Updatevorgang pro Datei):


    rb_update_21TT2EUD0320HU0000_02200.zip

    rb_update_21TT2EUD0320VD0000_02150.zip

    rb_update_21TT2EUD0320VE0000_02150.zip


    Tips, die noch nicht zur Sprache kamen:


    • Man kann die HU direkt von 1040 auf 2200 updaten, genau wie von hilux_hsd vermutet. Es ist kein Zwischenschritt über die 2050 erforderlich.
    • Nach Update am besten das Gerät komplett auf Werkseinstellungen zurücksetzen, wobei die Fahrer gelöscht werden (danach einfach in der App "am Multimediasystem anmelden" tippen, dann ist der Hauptfahrer sofort wieder da und alle Berechtigungen / Zustimmungen werden neu synchronisiert). Ansonsten kann es Probleme mit den Connected Services geben (inaktiv oder man muss nach jedem Start jedes Mal neu erlauben, dass z.B. Sprachdaten in der Cloud analysiert werden). Ein Soft Reset über die Einschalttaste bringt hier nichts.

    <3 Tausend Dank an hilux_hsd für seine exzellente Arbeit!!! <3

    Bei ausnahmslos jedem E-Auto wird die 12V-Batterie nachgeladen, sobald das Auto im “Ready“-Modus ist, unabhängig von der Wählhebelstellung (D, P, N, ...). Quelle dafür ist die Traktionsbatterie (via Konverter). Ansonsten passiert das wie schon geschrieben auch beim Laden der Traktionsbatterie über Typ 2 oder CCS.


    Im Betrieb wird die 12V nicht ständig mit z.B. pauschal 14,6 V nachgeladen, sondern bedarfsabhängig und mit verschiedenen Spannungen. Ist die 12V voll, wird dann phasenweise auch mal nichts nachgeladen. Meistens hat man aber mindestens Erhaltungsladung anliegen.


    Es lohnt sich, einen (guten) OBD Dongle und Carscanner zu installieren, damit lassen sich diese Parameter live auslesen oder auch loggen. Man lernt sein Auto damit sehr gut kennen...

    Nochmal: was ist wahrscheinlicher als Ursache für langsames Laden am Schnellader im Winter?


    a) „zu wenig Strom im Netz“ , während die frei und in großer Detailtiefe (daily level / 15min – Intervall) abrufbaren Daten des Fraunhofer FSE das Gegenteil belegen, auch für den 18.11.24 (nix Dunkelflaute)


    oder


    b) Winter → kalte Temperaturen → kalter Akku bei einem Auto (leider!) ohne Akkuvorkonditionierung


    Zur Ladeinfrastruktur: die Anzahl der Ladepunkte (auch und gerade Schnellader) ist speziell in den letzten 12 Monaten EXLODIERT. Die Zahlen dazu gibt es bei der Bundesnetzagentur, nicht nur aktuell sondern auch historisch. Wer will, kann die Zahlen als Zeitreihe in Relation zur Zahl der zugelassenen PHEVs und BEVs setzen (Quelle: KBA) und für sich die Frage beantworten, ob wir objektiv gesehen einen Mangel haben und ob dieser tendenziell zunimmt (Spoiler: NEIN!)


    Aber was sind schon objektive Zahlen, die man auch noch sich mühsam heraussuchen muss, gegen Befindlichkeiten?


    Der (noch) aktuellen Bundesregierung vorzuwerfen, sie würde den Ausbau der Ladeinsfrastruktur aktiv *blockieren*...entbehrt nicht einer gewissen Komik.


    Die neuen Ladeparks entstehen derzeit übrigens typischerweise nicht an den Raststätten, sondern in *Nähe* der Autobahnen…

    Und Du hältst es nicht für möglich, dass regional zu wenig Strom verfügbar war?

    Das halte ich für unmöglich, aus vielen Gründen. Der wichtigste hier: wir haben ein *Verbund*netz, das zusammen mit seinen Regelkreisen exakt dafür geschaffen ist, regionale Engpässe auszugleichen. Bei Dunkelflaute kommt Strom aus anderen Regionen. Wenn wirklich nirgendwo die Sonne scheint und zeitgleich auch nirgendwo Wind bläst oder Netzabschnitte überlastet sind (z.B. die Trasse von den Windparks im Norden), wird halt insgesamt mehr Kohle/Gas eingeregelt. Alles i.d.R. im Vorfeld geplant und gesteuert und in den Daten sichtbar, teilweise auch nach regionalen Netzbetreibern aufgelöst.


    Einen Strommangel, ob national oder örtlich, kann man dort suchen, bis die Hölle zufriert.

    Doch, es geht schon, auch ohne Toyota App. Ich nutze dafür die App "Car Scanner ELM OBD2" (die Pro-Variante), die ein Profil für den bZ4X / Solterra / Lexus RZ 450e bietet. Dazu einen passenden Adapter (habe gute Erfahrungen mit Produkten von Obdlink gemacht), dann kannst Du Dir während der Fahrt und auch während des Ladevorgangs (also auch bei Zündung aus) auf dem Handy permanent alle möglichen Betriebsparameter anzeigen lassen, darunter den Ladestand (SOC), Zu- oder Abfluss aus Akku, Batterietemperatur, ... .

    Du unterschlägst dabei:

    1. ...

    2. ...

    Es ist gar nicht so einfach, von Dir plötzlich eingebrachte Punkte schon zu unterschlagen, *bevor* man sie von Dir erfährt… aber ich habe das offensichtlich geschafft ... :) .


    Zum eigentlichen Thema: am 20.01.2024 um 11:00, dem Zeitpunkt, an dem Guenter im Eingangspost zu wenig Strom im Netz vermutet, hatten wir eine Nettostromerzeugung von satten 71,88 GW, davon kamen 40,92 GW (knapp 57%) aus Solar und Wind. Quelle: Fraunhofer ISE (energy-info.de), die die Daten der Netzbetreiber sammeln und aufbereiten. Die angebliche Dunkelflaute hat sich also verdammt gut versteckt. Der Börsenpreis lag zu diesem Zeitpunkt ungefähr bei für den Monat leicht unterdurchschnittlichen 7 cent / kWh, damit gab es für keinen deutschen Ladesäulenbetreiber einen theoretisch denkbaren Grund, wegen hoher EK-Preise zu drosseln. Die Last betrug zeitgleich nur 63,75 GW, so dass zu dem Zeitpunkt ins Ausland exportiert werden konnte und auch wurde. Strommangel: nein! Die NRV-Saldo-Ampel der vier Übertragungsnetzbetreiber (einsehbar auf netztransparenz.de), die mögliche Unterdeckungen bzw. Mangellagen anzeigt, ist den ganzen Tag so satt im Grün wie die Almenwiese, auf der der Bärenmarke-Bär dem Kälbchen die Flasche gibt und die Milch in große Kannen umfüllt.


    Im ganzen dunklen Januar sehe ich keinen Mangel, der nicht sofort durch die vorgesehenen Regelkreise kompensiert wurde.


    Für mich erklärt der Frost die geschilderte Beobachtung derzeit einfach besser als ein politikverschuldeter Strommangel, der sich in den offiziellen Zahlen ja irgendwo zeigen sollte. Das heißt ja leider nicht, dass so etwas mittelfristig nicht auftreten kann.